Internationale Korczak Konferenz 2022

Internationale Korczak Konferenz 2022


Vom 20. – 22. Oktober 2022 fand wieder die internationale Korczak Konferenz in Warschau statt. Es waren Korczakianer*innen aus der ganzen Welt anwesend, ua. aus den USA, Niederlanden, Deutschland, Schweiz, Österreich, Australien, Tunesien, Türkei, Ukraine etc.





Der Auftakt wurde im polnsichen Senat gefeiert, bei dem auch Marta Santos Pais (ehem. UN Generalsekretärin) anwesend war und den Orden des Lächelns erhalten hat.









Den Tag darauf sind wir nach Treblinka gefahren, dem Ort des Verbrechens, wo u.a. die Bewohner*innen des Korczak Waisenhauses vergast wurden.









Am letzten Tag arbeiteten die Korczakianer*innen an neuen Themen im großen Saal des Korczak Waisenhauses.

















Vielen Dank für die wunderbare Organisation aller Beteiligten.


Umzug in die Sienna Str. 16






Am 21. Oktober 1941 erließen die Deutschen einen Befehl, die Grenzen des Ghettos enger zu ziehen. Die Bewohner des Waisenhauses, die schon von der Krochmalna Str. 92 ins Ghetto in die Chłodna Str. 33 umziehen mussten, mussten nun erneut ihren Wohnort wechseln. Sie bezogen das Gebäude der Gesellschaft für gegenseitige Hilfe der Handels- und Industriearbeiter in der Sienna Str. 16 (mit dem zweiten Eingang von Seiten der Śliska-Straße 9).





Von hier aus wurden Korczak, zehn Erzieher*innen und 239 Kinder am 5. August 1942 zum Umschlagplatz getrieben, von wo sie in Viehwaggons in das Vernichtungslager Treblinka transportiert und daraufhin ermordert wurden.





Und so beschrieb Korczak das Waisenhaus in der Sienna Str. 16 Ende 1941:





„Ihr werdet euch an viele unterschiedliche Wege und Straßen erinnern – und an die Śliska Straße und an dieses Haus, das nicht unseres ist, und wir sind nicht seins. […]





Ihr werdet euch an den Umzug und die Unordnung der ersten Tage und Wochen erinnern, das dunkle Klassenzimmer im Erdgeschoss, den hellen Saal im dritten Stock … Und die, die Zeichnen lernen, werden sich an das Zimmer im Dachgeschoss mit unverputzter Decke und roten Wänden erinnern, an denen hundertfünfzig Bilder aufgehängt sind.





An der Eingangstür war die Inschrift:
„Wir bitten den Herrn Dieb, das Schloss nicht aufzubrechen, denn der Raum ist leer, nur verschlossen, damit die Gäste der Armenküche den Boden nicht verschmutzen.“





[Übernommen mit freundlicher Genehmigung von Roman Wroblewski]










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